Der Wiedervereinigungsstein (unter Denkmalschutz)

Dieser Stein ist einer von insgesamt sechs Wiedervereinigungssteinen in der ehemaligen Gemeinde Augustenburg, die zum Gedenken an die Wiedervereinigung im Jahr 1920 aufgestellt wurden.

Nach der Niederlage gegen Preußen und Österreich im Jahr 1864 musste Dänemark die drei Herzogtümer Schleswig, Holstein und Lauenburg abgeben. Südjütland war verloren, und die dänisch-deutsche Grenze verlief nun südlich von Kolding. 56 Jahre später verlor Deutschland den Ersten Weltkrieg und die Wiedervereinigung wurde möglich. Nach einer Volksabstimmung über den Verlauf der Grenze wurde Südjütland im Juni 1920 wieder Teil Dänemarks. 

Der Stein wurde von Andreas Blad im Wasser unterhalb des Schlossparks gefunden. Blad war in der Zeit zwischen der Wiedervereinigung und der Gründung des Krankenhauses der Verwalter des Schlosses. Er war sehr dänisch gesinnt und veranlasste, dass der etwa zwei Meter hohe Stein 1925 eingemeißelt und aufgestellt wurde.

Er wurde gegenüber der Stavensbølgade 21 (früher Alskroen) auf einem Stück Land namens Lilleskoven aufgestellt. Dort wurde er der Gemeinde übergeben, die versprach, ihn sorgfältig zu pflegen.

Um 1997 beschloss die Gemeinde, eine neue Bushaltestelle in Lilleskoven einzurichten, und da dort auch Platz für ein Wartehäuschen geschaffen wurde, wurde der Wiedervereinigungsstein an seinen heutigen Standort am Hafen versetzt.

Im Hafen herrschte reger Verkehr, und eines Tages wurde der große Stein von einem Lastwagen angefahren. Der Stein zerbrach, und die Gemeinde beschloss, ihn wieder aufzustellen, obwohl er nun etwas kleiner war.